Flughafen Dortmund kämpft trotz Rekordpassagieren mit Millionenverlust
Georgine MansFlughafen Dortmund kämpft trotz Rekordpassagieren mit Millionenverlust
Flughafen Dortmund verzeichnete 2025 trotz über 3,24 Millionen Passagieren finanzielle Schwierigkeiten
Trotz eines Passagieraufkommens von mehr als 3,24 Millionen geriet der Flughafen Dortmund 2025 in finanzielle Schieflage. Das Jahresdefizit stieg deutlich auf 6,3 Millionen Euro – nach 1,8 Millionen Euro im Vorjahr. Steigende Kosten und der Rückzug von Fluggesellschaften waren die Hauptgründe für den Rückgang.
Die Umsatzerlöse des Flughafens beliefen sich 2025 auf 49,81 Millionen Euro, doch höhere Ausgaben drückten das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) auf etwa 971.000 Euro. Treiber des wachsenden Defizits waren vor allem gestiegene Personalkosten, die auf Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst und ein neues Tarifabkommen zurückgingen.
In den vergangenen fünf Jahren waren die Passagierzahlen stetig gestiegen – von 1,4 Millionen im Jahr 2021 auf über 2,5 Millionen 2025, ein Anstieg von rund 80 Prozent. Dieses Wachstum überflügelte andere Regionalflughäfen wie Paderborn-Lippstadt oder Karlsruhe/Baden-Baden, vor allem dank der Strecken von Billigfluggesellschaften. 2025 gab es jedoch Rückschläge: Ryanair zog sich komplett zurück, was 430.000 Reisende betraf. Auch Eurowings strich Flüge, wodurch weitere 130.000 Passagiere ausfielen. Diese Kürzungen glichen die vorherigen Zuwächse aus, sodass der Flughafen am Jahresende auf 3,24 Millionen Passagiere kam.
Die finanziellen Probleme des Flughafens Dortmund im Jahr 2025 zeigen, wie stark sich der Rückzug von Airlines und steigende Betriebskosten auswirken. Angesichts eines Defizits von 6,3 Millionen Euro und sinkender Erträge könnte das kommende Jahr Anpassungen erfordern, um die Finanzen zu stabilisieren. Zwar war der Passagierverkehr in den letzten Jahren robust, doch nach den Streichungen wichtiger Verbindungen steht er nun vor Unsicherheiten.






