25 April 2026, 02:28

Forschungsinitiative CircuPEM will Wasserstoffproduktion nachhaltiger revolutionieren

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Forschungsinitiative CircuPEM will Wasserstoffproduktion nachhaltiger revolutionieren

Ruhr-Universität Bochum leitet neue Forschungsinitiative für nachhaltigere Wasserstoffproduktion

Die Ruhr-Universität Bochum steuert eine neue Forschungsinitiative, die die Nachhaltigkeit in der Wasserstoffherstellung verbessern soll. Das Projekt CircuPEM konzentriert sich darauf, Protonenaustauschmembran(PEM)-Elektrolyseure effizienter zu gestalten und ihre Abhängigkeit von knappen Rohstoffen zu verringern. Mit einer Förderung von 2,9 Millionen Euro will das Team einen Kreislaufwirtschaftsansatz für diese Schlüsseltechnologie der grünen Energiewende entwickeln.

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CircuPEM erhält die Mittel in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Förderung unterstützt ein dreijähriges Forschungsprogramm. Das Vorhaben ist Teil des Wettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW, der vom Wirtschaftsministerium von Nordrhein-Westfalen und der EU getragen wird.

An der Initiative beteiligen sich mehrere Partner, darunter das Heinz-Nixdorf-Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die Direct Matter GmbH sowie Heraeus Precious Metals. Ihr Ziel ist es, die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen in PEM-Elektrolyseuren zu verringern – eine Technologie, die für die Erzeugung von grünem Wasserstoff entscheidend ist.

Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: Zunächst analysiert das Team die bestehende Wertschöpfungskette. Anschließend entwickeln und testen die Wissenschaftler:innen neue Geschäftsmodelle. Abschließend erarbeiten sie praxisnahe Empfehlungen für die Industrie. Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HNI, weist auf die hohen Kosten und Versorgungsrisiken hin, die mit diesen essenziellen Materialien verbunden sind.

Die Ergebnisse des Projekts könnten dazu beitragen, die Abhängigkeit von teuren und knappen Ressourcen in der Wasserstoffproduktion zu reduzieren. Innerhalb von drei Jahren wird CircuPEM daran arbeiten, einen nachhaltigeren und kreislauforientierten Ansatz für die PEM-Elektrolyseur-Technologie zu etablieren. Die Erkenntnisse könnten künftige Politiken und Industriepraktiken in diesem Sektor prägen.

Quelle