Frankfurts Papageno Musiktheater kämpft um sein Überleben durch Dachschäden
Gordon AdlerFrankfurts Papageno Musiktheater kämpft um sein Überleben durch Dachschäden
Frankfurts geliebtes Papageno Musiktheater steht vor der Schließung
Das beliebte Papageno Musiktheater in Frankfurt ist aufgrund schwerer Schäden an seinem gewölbten Dach von der Schließung bedroht. Die Spielstätte, ein zentraler Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt, sieht sich nun mit dringenden Reparaturkosten in Höhe von geschätzten 350.000 Euro konfrontiert. Ohne schnelles Handeln könnten weitere strukturelle Schäden und steigende Kosten den Fortbestand gefährden.
Das Theater wurde 1997 von Hans-Dieter Maienschein und seiner Frau Renate gegründet und führte seine ersten Produktionen im ehemaligen Volkshochschulgebäude Frankfurts auf. Ein Jahr später zog es in die Siesmayerhalle im Palmengarten um, wo es seitdem beheimatet ist. Das vollständig klimatisierte Gebäude mit einer Holz-Membran-Konstruktion und 199 Plätzen war ursprünglich für eine Nutzungsdauer von 15 Jahren konzipiert – doch nun steht es bereits seit 24 Jahren.
Jährlich finden hier über 280 Vorstellungen statt, die fast 60.000 Besucher anziehen. Als private Einrichtung ist das Theater auf Spenden und die Unterstützung des Vereins Papageno Musiktheater e.V. angewiesen. Bisher wurden durch öffentliche Zuwendungen 100.000 Euro gesammelt – doch das reicht bei Weitem nicht aus, um die gesamten Reparaturkosten zu decken.
Der Frankfurter Stadtrat hat bereits Beratungen über mögliche finanzielle Hilfen aufgenommen. Unterdessen hat die CDU einen Eilantrag eingebracht, um die Unterstützung nach der Hessischen Gemeindeordnung zu beschleunigen. Ihr Vorschlag umfasst ein zinsloses Darlehen, das in kleinen jährlichen Raten über 15 Jahre zurückgezahlt werden soll. Jede Verzögerung bei der Dachsanierung könnte die Schäden verschlimmern, die Kosten in die Höhe treiben und geplante Aufführungen gefährden.
Die langfristige Zukunft des Theaters hängt von sofortigen Reparaturen ab. Wird der Kreditvorschlag der CDU genehmigt, stünde eine strukturierte Lösung zur Finanzierung der benötigten 350.000 Euro bereit. Ohne Eingreifen bleibt jedoch ungewiss, ob die Spielstätte ihren Betrieb aufrechterhalten und ihre Rolle in der Frankfurter Kulturlandschaft weiter ausfüllen kann.