„Geisterdörfer“ am Tagebau Garzweiler: Jetzt werden historische Immobilien zum Verkauf angeboten
Gordon AdlerVerkaufsstart für Häuser aus Geisterdörfern - „Geisterdörfer“ am Tagebau Garzweiler: Jetzt werden historische Immobilien zum Verkauf angeboten
Fünf verlassene Dörfer in der Nähe des Braunkohletagebaus Garzweiler bieten nun Immobilien zum Verkauf an. Die Immobilien, die einst für den Abriss vorgesehen waren, sollen in den kommenden Jahren schrittweise auf den Markt kommen. Behörden bezeichnen diesen Schritt als entscheidend für die Wiederbelebung der sogenannten "Geisterdörfer".
Die Stadt Erkelenz treibt die Umwandlung der Ortschaften – Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath – in "Zukunftsdörfer" voran. RWE Power, dem über 500 Immobilien in der Region gehören, wird zunächst 25 Objekte online anbieten. Darunter befinden sich Backsteinhäuser, Nachkriegseinfamilienhäuser und historische Vierseithöfe, von denen viele jahrelang leer standen.
Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) nannte die ersten Verkäufe einen "wichtigen Meilenstein". Dennoch zeigen nur wenige ehemalige Bewohner Interesse an einer Rückkehr. Lediglich zehn stehen in konkreten Verhandlungen, um ihre alten Immobilien zurückzukaufen, und bisher wurde nur ein Verkauf abgeschlossen. Die Entwicklung markiert einen Wandel für Dörfer, die einst durch den Ausbau des Tagebaus bedroht waren. Nun kann jeder diese Immobilien erwerben, während die Region daran arbeitet, sich neu aufzubauen.
Der Verkauf der leerstehenden Immobilien hat offiziell begonnen, und weitere Angebote sollen folgen. Ziel der Initiative ist es, die Dörfer neu zu beleben und sie wieder als lebendige Gemeinschaften zu etablieren. Bisher zögern jedoch die meisten ehemaligen Bewohner, zurückzukehren.