30 April 2026, 04:33

Gescheiterte Abschiebung von Issa al H. führt zu strengeren Meldepflichten für Beamte

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Gescheiterte Abschiebung von Issa al H. führt zu strengeren Meldepflichten für Beamte

Gescheiterte Abschiebung von Issa al H. führt zu neuen Meldepflichten für Einsatzkräfte

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Ein gescheiterter Versuch, Issa al H. aus Deutschland abzuschieben, hat zu neuen Berichtspflichten für Beamte vor Ort geführt. Die Aktion in Paderborn am 5. Juni 2023 scheiterte, nachdem die Behörden den Mann nicht auffinden konnten. Seither gab es keine weiteren Versuche, ihn aus dem Land zu bringen.

Das Abschiebeteam traf mit fünf Mitarbeitern der Ausländerbehörde und Polizeibeamten in der Unterkunft in Paderborn ein. Ihre Anwesenheit wurde schnell von Bewohnern bemerkt, da die offiziellen Fahrzeuge deutlich sichtbar waren. Die Aktion dauerte etwa 30 Minuten, doch von Issa al H. fehlte jede Spur.

Die Beamten durchsuchten Duschen, Toiletten und Gemeinschaftsbereiche, kontrollierten jedoch nicht die Zimmer anderer Bewohner. Die Ausländerbehörde Bielefeld begründete später, dass solche Durchsuchungen aufgrund begrenzter Kapazitäten unterblieben seien. Als das Team die Unterkunft verließ, war der gecharterte Flug, der Issa al H. nach Bulgarien bringen sollte, bereits ohne ihn gestartet.

Noch am selben Tag kehrte Issa al H. mittags in die Einrichtung zurück. Nach dem Vorfall verzichteten die Behörden auf weitere Abschiebungsversuche. Seitdem müssen Einsatzkräfte bei gescheiterten Abschiebungen einen detaillierten schriftlichen Bericht anfügen – eine Neuerung, die nach dem Anschlag in Solingen eingeführt wurde.

Die gescheiterte Abschiebung hat zur Folge, dass Issa al H. vorerst in Deutschland bleibt, ohne dass weitere Ausreisepflicht-Durchsetzungen geplant sind. Die Beamten sind nun verpflichtet, den Ablauf solcher Operationen zu dokumentieren, wenn sie scheitern. Der Fall zeigt die anhaltenden Herausforderungen bei der Vollstreckungspraxis und den begrenzten personellen Ressourcen auf.

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