17 February 2026, 19:32

Giftige Chemikalie aus Sonnencreme in Urin von Kindern und Jugendlichen nachgewiesen

Eine Flasche Granions Kid Bio Sommel steht auf einem Tisch neben einer Box mit Text, der das Produkt beschreibt.

Umweltbehörde: Schädliche Substanz in Urin von fast allen Kindern gefunden - Giftige Chemikalie aus Sonnencreme in Urin von Kindern und Jugendlichen nachgewiesen

Gefährlicher Chemikalienstoff aus Sonnencreme in Urin von Kindern und Jugendlichen in Deutschland nachgewiesen

In Urinproben von Kindern und Jugendlichen in ganz Deutschland wurde ein gesundheitsschädlicher Chemikalienstoff entdeckt, der mit Sonnencremes in Verbindung steht. Tests aus dem Jahr 2025 ergaben, dass 92 Prozent der Proben MnHexP enthielten – ein fortpflanzungsschädigendes Gift, das entsteht, wenn sich der bereits verbotene Wirkstoff DnHexP zersetzt. Die Feststellung folgt auf frühere Warnungen vor Verunreinigungen in Sonnenschutzprodukten.

Erstmals aufgetaucht war das Problem 2024, als das Umweltbundesamt (UBA) MnHexP in Urinproben nachwies. Untersuchungen führten die Quelle auf einen kontaminierten UV-Filter in bestimmten Sonnencremes zurück. Damals lagen die durchschnittlichen Werte bei Kindern und Jugendlichen zwischen 1 und 5 Mikrogramm pro Liter Urin.

Bis zum Frühling und Sommer 2025 gingen die Konzentrationen jedoch deutlich zurück. Aktuelle Daten zeigen Durchschnittswerte unter 0,5 Mikrogramm pro Liter, wobei über 95 Prozent der Proben keine Belastung mehr aufwiesen. Die Behörden führen den Rückgang auf Produkt-Rückrufe und strengere Vorschriften für permethrinhaltige Artikel zurück.

Trotz dieser Fortschritte wiesen zwei Personen in der Studie von 2025 besorgniserregend hohe Werte auf – 83 bzw. 107 Mikrogramm pro Liter –, die damit den Sicherheitsgrenzwert des UBA von 60 Mikrogramm überschritten. Die Behörde hatte wiederholt darauf hingewiesen, dass Kinder und Jugendliche häufig fortpflanzungsschädigenden Substanzen in nicht akzeptablem Ausmaß ausgesetzt sind.

Ab Januar 2027 treten verschärfte EU-Regelungen für DnHexP in Sonnencremes in Kraft. Bis dahin bestehen jedoch weiterhin Bedenken hinsichtlich der Risiken durch belastete Produkte, die noch im Umlauf sind.

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Der deutliche Rückgang der MnHexP-Werte deutet darauf hin, dass regulatorische Maßnahmen Wirkung zeigen. Dennoch machen die extremen Einzelfälle deutlich, dass weiterhin Expositionsrisiken bestehen. Da die strengeren EU-Grenzwerte erst in zwei Jahren greifen, bleiben Überwachung und Produktsicherheitskontrollen von entscheidender Bedeutung.