09 May 2026, 04:29

Grenzüberschreitende Razzia in NRW: 17 Ermittlungen gegen Ausbeutung und Schwarzarbeit

Plakat mit der Aufschrift "Verbrecher mexikanischer Drogenhandel Gewalt" zeigt Fotos von Personen mit ernsten Gesichtsausdrücken auf hellblauem Hintergrund.

Grenzüberschreitende Razzia in NRW: 17 Ermittlungen gegen Ausbeutung und Schwarzarbeit

Behörden in Nordrhein-Westfalen führen grenzüberschreitende Kontrollen gegen Ausbeutung und illegale Beschäftigung durch

Im Rahmen einer europaweiten Razzia haben die Behörden in Nordrhein-Westfalen eine Reihe von Kontrollen durchgeführt, um Arbeitsausbeutung und illegale Beschäftigung zu bekämpfen. Dabei durchsuchten Zollbeamte und Polizisten Betriebe in Aachen, Euskirchen und Heinsberg. Bei den Überprüfungen wurden mehrere Verstöße aufgedeckt.

Im September beteiligte sich das Hauptzollamt Aachen an europaweiten Kontrolltagen, die sich gegen Menschenhandel und illegale Arbeitsbedingungen richteten. Die Beamten überprüften 56 Beschäftigte in 13 Restaurants und Imbissen der Region. Dabei wurden die Personalien von 20 Personen festgestellt.

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Die Kontrollen führten zu 17 Ermittlungsverfahren. In sechs Fällen ging es um illegalen Aufenthalt, in vier weiteren um Beihilfe dazu. Fünf Betriebe hielten sich nicht an die Mindestlohnvorschriften, drei wurden beschuldigt, Löhne vorzuenthalten oder zu veruntreuen. Zwei weitere Verfahren wurden eingeleitet, weil Arbeitszeiten nicht ordnungsgemäß dokumentiert worden waren.

In Euskirchen erstattete die Polizei drei Strafanzeigen – zwei wegen illegalen Aufenthalts und eine wegen Beihilfe dazu. Zudem wurde eine Person festgenommen, gegen die ein Haftbefehl vorlag.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Aachen nimmt regelmäßig an diesen europäischen Aktionstagen teil. Ziel ist es, kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, die in Arbeitsausbeutung und Menschenhandel verwickelt sind.

Die gemeinsame Operation unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Beschäftigung und Ausbeutung in der Gastronomiebranche zu bekämpfen. Die Behörden bestätigten, dass weitere Ermittlungen in den Fällen folgen werden, in denen Verstöße festgestellt wurden. Die Ergebnisse fließen zudem in die europaweiten Maßnahmen gegen organisierte Kriminalität ein.

Quelle