25 March 2026, 14:32

Großrazzia im Ruhrgebiet: Zoll zerschlägt mutmaßliches Schwarzarbeits-Netzwerk in der Logistikbranche

Plakat mit der Aufschrift "Operation Double Trouble: US-Geldkurier" zeigt eine Karte der USA, die in zwei Abschnitte unterteilt ist, einen für die Routen der US-Geldkurier und einen für die Standorte der Geldtransporter, mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Rand.

Großrazzia im Ruhrgebiet: Zoll zerschlägt mutmaßliches Schwarzarbeits-Netzwerk in der Logistikbranche

Großrazzia im Ruhrgebiet: Zoll fahndet nach Steuerhinterziehung und illegaler Beschäftigung

Am 24. März 2026 haben Zollbeamte eine großangelegte Razzia in der Ruhrregion Nordrhein-Westfalens durchgeführt. Ziel der Aktion war ein Logistik-Dienstleister, dem vorgeworfen wird, ein organisiertes System mit nicht angemeldeten Arbeitskräften und Steuerhinterziehung betrieben zu haben. Im Rahmen der Operation wurden drei Haftbefehle vollstreckt.

Bei den Durchsuchungen kamen 37 Suchbeschlüsse für Wohn- und Geschäftsräume zum Einsatz. Hundertschaftlich waren Beamte der Landesbehörde zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW), der Zentralen Kontaktstelle zur Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzstraftaten (ZeFin NRW), der Bundespolizei sowie einer Sondereinheit des Zolls im Einsatz. Die Ermittler beschlagnahmten 174.000 Euro in bar und sechs elektrische Lastenräder, die vorläufig im Rahmen von Vermögensabschöpfungsmaßnahmen sichergestellt wurden.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein Logistikunternehmen, das beschuldigt wird, Kurierfahrer systematisch in Schwarzarbeit beschäftigt und dabei Sozialabgaben weder abgeführt noch gemeldet zu haben. Die ZeFin NRW stuft den Fall als organisierte illegale Beschäftigung und die Bildung einer kriminellen Vereinigung ein. Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, die diese Vorwürfe untermauern sollen.

Die Aktion reiht sich in eine Reihe von Fällen illegaler Beschäftigung in Deutschlands Transport- und Logistikbranche ein. Bereits 2025 hatte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) bei Kontrollen in jedem vierten Betrieb Verstöße festgestellt – insgesamt 6.121 Verdachtsfälle auf Mindestlohnunterschreitung. Bei einer bundesweiten Razzia am 10. März 2026 mit 3.200 Einsatzkräften wurden fast 600 Verdachtsfälle auf Sozialversicherungsbetrug aufgedeckt, die zu 340 Straf- und 500 Bußgeldverfahren führten.

Drei Personen – ein 39-jähriger Hauptverdächtiger, ein 29-jähriger Mann und eine 26-jährige Frau – wurden im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen. Die Ermittlungen dauern an; die Behörden prüfen das Ausmaß des mutmaßlichen Betrugs und mögliche weitere Anklagepunkte. Die beschlagnahmten Vermögenswerte und Beweismittel werden in die weiteren juristischen Schritte einfließen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle