Hamburgs Kulturszene kämpft für Klimaneutralität bis 2040 – Volksentscheid im Oktober
Dragan ZimmerKulturlandschaft setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein - Hamburgs Kulturszene kämpft für Klimaneutralität bis 2040 – Volksentscheid im Oktober
Über 80 Kulturschaffende und Institutionen in Hamburg unterstützen die Hamburger Zukunftsentscheidung
Mehr als 80 Persönlichkeiten und Einrichtungen aus der Hamburger Kulturszene haben sich hinter die Hamburger Zukunftsentscheidung gestellt – eine Bürgerinitiative, die Klimaneutralität bis 2040 fordert. Die Kampagne zielt darauf ab, das bestehende Ziel der Stadt um fünf Jahre vorzuziehen, von 2045 auf 2040. Zu den Unterstützern zählen bekannte Schauspieler:innen, Regisseur:innen und große Veranstaltungsorte, die vor dem für Oktober geplanten Volksentscheid strengere Klimamaßnahmen einfordern.
Die Initiative verlangt umfassende Änderungen des Hamburger Klimaschutzgesetzes. Zu den zentralen Forderungen gehören jährliche CO₂-Obergrenzen, sektorspezifische Ziele sowie verbindliche Zwischenziele. Sollte die Stadt diese Vorgaben verfehlen, müssten umgehend Korrekturprogramme greifen, um den Kurs zu halten.
Soziale Gerechtigkeit steht im Mittelpunkt des Plans. Maßnahmen wie energetische Sanierungen sollen Mieter:innen nicht übermäßig belasten – Vermieter:innen erhalten finanzielle Unterstützung, um die Kosten abzufedern. Die Forderung nach schnellerem Klimaschutz findet auch außerhalb der Kunstszene Zuspruch: Der Bezirk Bergedorf hat das 2040-Ziel in einer Januar-Sitzung unter Führung der Grünen offiziell befürwortet.
Zu den prominenten Unterzeichner:innen des offenen Briefs gehören die Schauspieler Bjarne Mädel, Maximilian Mundt und Lina Beckmann. Kultureinrichtungen wie das Schauspielhaus, Kampnagel, das Ernst-Deutsch-Theater und die Hamburger Kunsthalle unterstützen die Kampagne ebenfalls öffentlich. Die Initiator:innen wollen nun bis zur Abstimmung am 12. Oktober eine breitere öffentliche Unterstützung mobilisieren.
Die Hamburger Zukunftsentscheidung wird im Oktober zur Volksabstimmung stehen und gibt den Bürger:innen damit direktes Mitspracherecht über die Klimastrategie der Stadt. Bei einer Annahme würde die Initiative strengere jährliche Kontrollen, sektorale Vorgaben und schnellere Emissionssenkungen durchsetzen. Das Ergebnis könnte Hamburgs Klimapolitik für die nächsten zwei Jahrzehnte prägen.