04 February 2026, 23:23

Henkel übernimmt Stahl für 2,1 Milliarden Euro – und setzt auf Industrieklebstoffe

Das Emerson-Logo an der Seite eines Gebäudes mit dem Text "Emerson investiert 1,5 Milliarden USD in den USA" vor einem klaren blauen Himmel.

Henkel übernimmt Stahl für 2,1 Milliarden Euro – und setzt auf Industrieklebstoffe

Henkel hat sich auf den Kauf des niederländischen Spezialchemieunternehmens Stahl für 2,1 Milliarden Euro geeinigt. Die Transaktion markiert einen wichtigen Schritt des Konzerns, um sein Industrieklebstoff-Geschäft auszubauen und sich von schwächeren Konsumgütermarken zu distanzieren.

Investoren reagierten positiv: Nach der Bekanntgabe stiegen Henkels Aktien um etwa 1 %.

Die Übernahme von Stahl folgt auf den früheren Zukauf von ATP Adhesive Systems durch Henkel. Gemeinsam bringen diese Deals dem Klebstoffbereich des Unternehmens fast eine Milliarde Euro zusätzlichen Jahresumsatz ein.

Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel betonte, der Schritt sei Teil einer umfassenden strategischen Neuausrichtung. Ziel sei es, Henkels Position in hochmargigen Industriesegmenten zu stärken und gleichzeitig die Abhängigkeit von schwächer performenden Konsumgütern zu verringern.

Stahl ist spezialisiert auf Beschichtungen, Polymere und Klebstoffe für Branchen wie Automobil, Verpackung und Textil. Die Übernahme passt zu Henkels Fokus auf den Ausbau des Geschäftsbereichs Klebetechnologien (Adhesive Technologies), in dem der Konzern mit Wettbewerbern wie 3M, H.B. Fuller und Sika konkurriert.

Der 2,1-Milliarden-Deal für Stahl wird die Umsätze von Henkel im Industrieklebstoff-Segment steigern. Gleichzeitig unterstreicht er die klarere Ausrichtung auf Spezialchemie statt auf klassische Konsumgüter. Der Kursanstieg der Aktie deutet auf ein erstes Vertrauen der Anleger in die neue Strategie hin.