16 April 2026, 10:33

Infineon baut Stellen in Warstein ab und zieht sich aus dem Elektroauto-Geschäft zurück

Eine Liniengrafik auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen" zeigt die Produktivität steigend, während die Gewinne der Mittelschicht gleich bleiben.

Infineon baut Stellen in Warstein ab und zieht sich aus dem Elektroauto-Geschäft zurück

Infineon streicht Stellen am Standort Warstein nach starkem Rückgang der Nachfrage nach Elektroautos. Der Konzern konzentriert sich nun auf industrielle Anwendungen und zieht sich aus dem schwächelnden Automobilsektor zurück. Anleger warten gespannt auf die Quartalszahlen für das vierte Quartal, die am 12. November veröffentlicht werden, um die Auswirkungen dieses Strategiewechsels zu bewerten.

Die Stellenkürzungen in Warstein betreffen eine dreistellige Zahl von Mitarbeitern. Die Unternehmensführung plant, den Personalabbau über Vorruhestandsregelungen und Abfindungsprogramme zu regeln, statt zu betriebsbedingten Kündigungen zu greifen. Unberührt bleiben lediglich die Teams, die an Windkraft, Solarenergie und Ladeinfrastruktur arbeiten.

Um die Produktion effizienter zu gestalten, verlagert Infineon die Fertigung von Leistungsmodulen an seinen ungarischen Standort nach Cegléd. Diese Konsolidierung soll Überkapazitäten abbauen, die durch den Nachfrageeinbruch bei Elektrofahrzeugen entstanden sind.

Das Unternehmen hat zudem eine neue Produktlinie namens "EasyPACK C" auf den Markt gebracht, die speziell für industrielle Anwendungen konzipiert ist. Die Module basieren auf Siliziumkarbid-Technologie und bieten eine höhere Leistungsdichte sowie eine längere Lebensdauer als ihre Vorgänger. Zielmärkte sind unter anderem Schnellladestationen und Energiespeichersysteme – nicht jedoch Automobilkomponenten.

Analysten werden die Quartalszahlen genau unter die Lupe nehmen, um zu beurteilen, ob die Neuausrichtung auf industrielle Märkte die Verluste aus dem Elektroauto-Abschwung ausgleichen kann. Die Aktienperformance in den kommenden Monaten könnte maßgeblich davon abhängen, wie erfolgreich die neue Produktlinie ankommt.

Der anstehende Finanzbericht von Infineon wird zeigen, wie weit der strategische Wandel bereits fortgeschritten ist. Der Erfolg der "EasyPACK C"-Reihe und die Effizienz der Produktionsumstellungen werden die Zukunftsaussichten des Konzerns prägen. Sowohl Investoren als auch Mitarbeiter werden nach Anzeichen für Stabilität in der neuen Ausrichtung Ausschau halten.

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