Ingolstadt baut Deutschlands größten Batteriespeicher – ein Energiewende-Symbol
Ignaz KreuselIngolstadt baut Deutschlands größten Batteriespeicher – ein Energiewende-Symbol
Ingolstadt wird Standort des größten geplanten Batteriespeichers Deutschlands – ein Meilenstein für die ehemalige Bergbaustadt. Die Anlage mit einer Kapazität von 1,9 Gigawattstunden (GWH) wird eine Fläche von sieben Fußballfeldern einnehmen. Die Entwickler betonen die Innovationsbereitschaft der Stadt und die enge Zusammenarbeit, die das Projekt erst möglich gemacht haben.
Das Speichersystem bildet das Herzstück des I-NOVA-Parks, der das ehemalige Bergbaugelände in einen zentralen Energie-Knotenpunkt verwandelt. Der Baubeginn ist für Anfang 2027 vorgesehen, sobald das Gelände vollständig aus dem Bergbaurecht entlassen ist. Im Betrieb werden die Batterien voraussichtlich etwa zweimal täglich geladen und entladen, um das Stromnetz zu stabilisieren, indem überschüssige Solar- und Windenergie für eine spätere Nutzung gespeichert wird.
Bei voller Auslastung könnte die Anlage fast 500.000 Vier-Personen-Haushalte einen Tag lang mit Strom versorgen. Die Nähe zu einer geplanten Umspannstation des Netzbetreibers Amprion ermöglicht einen effizienten Energietransfer. Der Bau erfolgt in mehreren Phasen – ein Zeichen für das Vertrauen in Ingolstadts langfristige Rolle im Energiesektor.
Das Vorhaben ist Teil eines bundesweiten Trends: In Deutschland sind derzeit mindestens zwölf Großprojekte für Batteriespeicher (mit je 15–20 MWH oder mehr) in Planung. Dazu zählen ein 230-MWH-Projekt von SEAC/Sunotec (ab 2026 schrittweise umgesetzt), drei Terralayr-Speicher mit insgesamt 55 MWH in Stuttgart sowie vier Voltfang-Standorte, die 2026 ans Netz gehen sollen. Weitere Projekte wie ein 30-MWH-Speicher in Villingen-Schwenningen und die mehrmillardenstarke Projektpipeline von Elements Green bis 2028 unterstreichen den Ausbau netzdienlicher Großspeicher.
Nach Fertigstellung wird die Ingolstädter Anlage der größte Batteriespeicher Nordrhein-Westfalens sein. Die schrittweise Erweiterung und die strategische Lage festigen den Wandel der Stadt vom Bergbau zur erneuerbaren Energie. Gleichzeitig passt das Projekt in die wachsende deutsche Investitionsoffensive für Netzstabilität durch großtechnische Stromspeicher.
Projektentwickler und lokale Verantwortliche betonen Zusammenarbeit in Ibbenbüren
Das I-NOVA Park-Batterieprojekt hat durch die direkte Zusammenarbeit mit seinen Entwicklern und lokalen Entscheidungsträgern neue Klarheit gewonnen. 'Das I-NOVA Park steht für strukturellen Wandel in Ibbenbüren,' betonte Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer und betonte den Übergang von Bergbau zu moderner Energieinfrastruktur. Die Entwickler Dr. Detlev Ruland und Peter Jumpertz von GFGBA bestätigten die nächsten Schritte des Projekts, einschließlich des Bauantrags. Ihr Treffen am 11. Februar 2026 mit den Verantwortlichen von Ibbenbüren unterstrich die aktive Rolle der Stadt bei der Gestaltung der regionalen Energiewende.