Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen bis 2026
Die Klesch Group hat sich darauf verständigt, die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen zu übernehmen. Der Abschluss des Geschäfts ist für Mitte 2026 geplant, steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung. Mit dieser Akquisition baut die Gruppe ihre Raffinerieaktivitäten in Europa weiter aus.
Das Werk in Gelsenkirchen zählt zu den größten Raffinerien Deutschlands und beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter. Jährlich werden dort etwa 12 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet. Zudem ist die Anlage der zweitgrößte Ethylen-Produzent des Landes – ein zentraler Grundstoff für die chemische Industrie.
Die Raffinerie ist Teil eines großen integrierten petrochemischen Komplexes und stellt neben Kraftstoffen eine breite Palette chemischer Produkte her. Die Klesch Group besitzt bereits zwei weitere Raffinerien: das Werk in Heide (Deutschland) und die Raffinerie in Kalundborg (Dänemark).
Die Kanzlei Clifford Chance beriet die Klesch Group während des Übernahmeprozesses rechtlich.
Sobald die Transaktion abgeschlossen ist, wird die Gelsenkirchener Raffinerie ein bedeutendes Standbein im Portfolio der Gruppe darstellen. Durch ihre Größe und Produktionskapazitäten stärkt sie die Position des Unternehmens sowohl in der Kraftstoff- als auch in der Chemiebranche. Der Deal bleibt jedoch bis zum geplanten Abschluss 2026 von der Zustimmung der Aufsichtsbehörden abhängig.






