28 December 2025, 15:08

Kunst als Widerstand: Afghanische Frauen brechen in Bergisch Gladbach ihr Schweigen

Eine Frau ist in der Mitte des Bildes dargestellt, darüber steht Text.

Kunst als Widerstand: Afghanische Frauen brechen in Bergisch Gladbach ihr Schweigen

Bergisch Gladbach: Ausstellung zeigt Kampf afghanischer Frauen unter Taliban-Herrschaft

In Bergisch Gladbach hat eine beeindruckende Ausstellung eröffnet, die das Leid afghanischer Frauen unter der Herrschaft der Taliban thematisiert. Die Schau "Hoffnung im Dunkeln" präsentiert zutiefst persönliche Kunstwerke, die von Frauen in Afghanistan geschaffen wurden. Die Veranstaltung begann mit einer Eröffnungsrede von Lailoma Nemani, einer ehemaligen hochrangigen Beamtin im afghanischen Ministerium für Frauenangelegenheiten.

Die Ausstellung wurde erstmals am 10. Oktober 2023 in Berlin unter der Schirmherrschaft von Terre des Hommes gezeigt. Nun ist sie ins Bergisch Gladbacher Volkshochschulzentrum umgezogen, wo sie am 26. November 2025 eröffnet wurde. Bis zum 16. Januar 2026 können Besucherinnen und Besucher die beeindruckenden Werke von montags bis freitags (außer an Feiertagen) zwischen 8:00 und 21:00 Uhr besichtigen.

Bei der Eröffnung rief Nemani das Publikum dazu auf, die Stimmen afghanischer Frauen zu verstärken und solidarischer zu handeln. Eine weitere Rednerin, die Frauenrechtsaktivistin und Mitbegründerin des "Hoffnung im Dunkeln"-Projekts, S.A., berichtete erschütternd über das heutige Leben von Mädchen und Frauen in Afghanistan. Die ausgestellten Kunstwerke spiegeln den Alltag, den Widerstand und die Widerstandsfähigkeit afghanischer Frauen wider – jede Arbeit erzählt von Überlebenskampf, Widerstand und dem Ringen um grundlegende Freiheiten unter einem repressiven Regime.

Noch fast zwei Monate lang bleibt die Ausstellung geöffnet und bietet einen seltenen Einblick in das Leben afghanischer Frauen. Die Veranstalter hoffen, damit das Bewusstsein zu schärfen und zu konkretem Handeln anzuregen. Besucher sind aufgefordert, sich mit den Geschichten auseinanderzusetzen und die laufenden Bemühungen für mehr Advocacy zu unterstützen.