Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönländer um – mit politischer Botschaft

Dragan Zimmer
Dragan Zimmer
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Eine alte Visitenkarte mit einer Zeichnung eines Bäckers und einem Text, der eine Brot- und Gebäckbäckerei beschreibt.Dragan Zimmer

Lüneburger Bäckerei-Idee: 'Grönländer' statt 'Amerikaner' - Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönländer um – mit politischer Botschaft

Eine Bäckerei in Lüneburg sorgt bundesweit für Aufsehen, indem sie ein beliebtes Gebäck umtauft. Die runden, zuckerglasierten Leckereien, die bisher als Amerikaner bekannt waren, werden künftig unter dem Namen Grönländer verkauft – eine verspielte, aber durchaus politische Aussage. Die Umbenennung stößt bei Kunden in ganz Deutschland auf Neugier und Zustimmung.

Die Aktion wird von einem humorvollen Slogan begleitet: "Backt Kuchen, nicht Krieg" begrüßt Besucher vor der Filiale der De Heidbäcker GmbH. Zwar bleibt das Gebäck selbst unverändert, doch die Bäckerei sieht in der Namensänderung eine Gelegenheit, ein Zeichen zu setzen – und gleichzeitig ihre Bekanntheit zu steigern.

Die Idee, die Amerikaner umzubenennen, entstand als Ausdruck der Solidarität mit Dänemark und europäischen Werten. Die Kunden in Lüneburg haben die Änderung positiv aufgenommen, viele sehen darin eine kleine, aber bedeutungsvolle Geste. Selbst eine Frau aus Prag meldete sich, um ihre Unterstützung auszudrücken – ein überraschender Beweis für die Reichweite der Entscheidung.

Vorerst bleiben die Teilchen noch einige Wochen im Sortiment, bevor sie bis zum Herbst aus den Regalen verschwinden. Bei ihrer Rückkehr werden sie offiziell als Grönländer verkauft. Wer dennoch nach einem Amerikaner fragt, geht nicht leer aus – er erhält dasselbe Gebäck, doch auf dem Bon steht der neue Name.

Die Herkunft des Namens Amerikaner ist seit Langem umstritten. Einige Theorien führen ihn auf ein Backtriebmittel aus dem frühen 20. Jahrhundert zurück, andere sehen eine Ähnlichkeit mit alten Soldatenhelmen. Unabhängig von der Geschichte betont der Geschäftsführer der Bäckerei, Jannik Harms, dass die Umbenennung mit Humor zu nehmen sei. Sie solle Gespräche anregen, nicht für Kontroversen sorgen.

Seit der Ankündigung verzeichnet die Bäckerei einen spürbaren Umsatzanstieg. Die öffentliche Aufmerksamkeit wertet sie als Erfolg für das traditionelle Handwerksbäckerhandwerk – ein Beweis dafür, dass selbst kleine Veränderungen die Fantasie der Menschen beflügeln können.

Im Herbst kehren die Teilchen unter ihrem neuen Namen zurück, in der Hoffnung, die Kunden weiterhin zu begeistern. Die bisherige Resonanz deutet darauf hin, dass die Aktion einen Nerv getroffen hat: eine Mischung aus Humor und einer subtilen politischen Botschaft. Bis dahin bleibt der Grönländer – oder, je nach Bestellung, der Amerikaner – ein süßes Gesprächsthema in Lüneburg und darüber hinaus.

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