06 February 2026, 19:23

Lünener Stadtmuseum diskutiert: Wie erreichen wir Nicht-Besuchende in kulturellen Einrichtungen?

Ein geräumiger Raum mit zahlreichen Menschen auf Bänken sitzend und stehend, von der Decke hängende Banner mit Text, Überkopfbeleuchtung, ein Display auf der linken Seite und verschiedene Objekte im Hintergrund, die auf eine Museumsatmosphäre hindeuten.

Lünener Stadtmuseum diskutiert: Wie erreichen wir Nicht-Besuchende in kulturellen Einrichtungen?

Das Lünener Stadtmuseum richtete die diesjährige Tagung des Visitor Research Network aus. Am 2. Februar war das Lünener Stadtmuseum Gastgeber der diesjährigen Konferenz des Visitor Research Network. Die Veranstaltung brachte Expertinnen und Experten aus Museen, Hochschulen und Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland zusammen. Unter dem Motto "Fast am Ziel! – (Nicht-)Besuchende im Dialog" diskutierten die Teilnehmenden neue Ansätze, um breitere Zielgruppen für kulturelle Institutionen zu gewinnen.

Eröffnet wurde die Konferenz mit Grußworten von Bürgermeister Dr. Christian Klicki und Thomas Schmäschke, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Museumsverbands Nordrhein-Westfalen. Referierende wie Prof. Dr. Martin Tröndle, Dr. Thomas Renz und Prof. Dr. Bernd Günter präsentierten anschließend Forschungsergebnisse zur Ansprache von Personengruppen, die selten Museen besuchen.

Das Lünener Team führte zudem durch die Dauerausstellung und stellte lokale Projekte vor, die sich an ein vielfältiges Publikum richten. Die Teilnehmer lobten die Organisation der Tagung – der Museumsverband Nordrhein-Westfalen hob besonders die professionelle Durchführung der Veranstaltung hervor.

In den letzten Jahren setzen deutsche Museen zunehmend auf innovative Strategien, um jüngere und benachteiligte Besuchergruppen anzusprechen. Interaktive digitale Gedenkstätten, KI-gestützte Dialoge mit Überlebenden des Holocaust und barrierefreie Zugangsangebote sind mittlerweile fester Bestandteil nationaler Tourismuskonzepte. Programme wie die Museumsakademie Baden-Württemberg oder Ausstellungen zu marginalisierten Gemeinschaften – etwa zu Sintizze und Romnja im Kunstmuseum Wolfsburg – fördern zusätzlich die Teilhabe unterrepräsentierter Gruppen.

Die Konferenz unterstrich den wachsenden Fokus auf inklusive Besucherbeteiligung in deutschen Museen. Immer mehr Einrichtungen nutzen Technologie, partizipative Projekte und Barrierefreiheitsmaßnahmen, um auch Nicht-Besuchende zu erreichen. Ziel dieser Bemühungen ist es, kulturelle Räume für junge Erwachsene, Menschen mit Behinderungen und sozial benachteiligte Gruppen relevanter zu gestalten.