31 January 2026, 19:34

Miron Muslić: Wie Schalke-Trainer seine Spieler mit ungewöhnlicher Taktik schützt

Ein Fußballtrainer in einer Mütze spricht zu seinem Helmtruppe auf einem Feld mit Bäumen, Pfählen, Lampen, Geländern, einem Torpfosten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Miron Muslić: Wie Schalke-Trainer seine Spieler mit ungewöhnlicher Taktik schützt

Miron Muslić, der 43-jährige Cheftrainer des FC Schalke 04, verfolgt einen ungewöhnlichen Führungsansatz: Er lenkt bewusst Kritik auf sich selbst, um seine Spieler vor öffentlicher Bewertung zu schützen. Seit seinem Amtsantritt im Sommer 2023 prägen seine Methoden den Weg des Vereins – vom Abstieg über den Wiederaufstieg bis hin zur aktuellen Mittelfeldplatzierung in der 1. Bundesliga.

Muslić übernahm Schalke 2023, kurz vor dem Abstieg aus der ersten Liga. In der folgenden Saison sicherte sich der Verein als Vizemeister der 2. Bundesliga den direkten Wiederaufstieg. In der aktuellen Spielzeit 2025/26 liegt die Mannschaft zwischen dem 10. und 12. Tabellenplatz, mit durchwachsenen Leistungen in der Liga und frühen Pokalausscheidungen.

Sein Führungsstil hebt sich ab: Nach Niederlagen stellt er sich in den Fokus, nimmt Kritik auf sich und entlastet so sein Team. Eng arbeitet er mit der Medienabteilung zusammen, wählt seine Worte sorgfältig, um keine Angriffsfläche zu bieten. Authentizität bleibt dabei zentral – offen und ehrlich kommuniziert er mit Spielern wie mit Fans.

Hinter den Kulissen schafft Muslić ein kollegiales Umfeld. Täglich tauscht er sich mit 50 bis 60 Mitarbeitern im Leistungszentrum aus, um alle einzubinden. Über Schalke hinaus pflegt er den Austausch mit anderen Trainern, selbst aus der eigenen Liga, um seine Herangehensweise zu verfeinern.

Den Schutz seiner Spieler sieht er als Priorität. Er setzt auf Unkonventionelles – selbst wenn das bedeutet, selbst stärker unter die Lupe genommen zu werden.

Unter Muslić hat Schalke Höhen und Tiefen durchlebt: vom Abstieg bis zur Rückkehr in die 1. Bundesliga. Seine pragmatische Führung, die Schutz und Transparenz verbindet, prägt die aktuelle Ausrichtung des Vereins. Die wechselhaften Ergebnisse und Pokalenttäuschungen bleiben Herausforderungen, doch sein Ansatz formt weiterhin die Identität des Teams.