Nationaler Krippentag: Warum dieser stille Feiertag die Adventszeit bereichert
Dragan ZimmerNationaler Krippentag: Warum dieser stille Feiertag die Adventszeit bereichert
Nationaler Krippentag: Ein stiller Moment in der Adventszeit
Jährlich wird am 7. Dezember der Nationale Krippentag begangen. Das Datum wurde bewusst gewählt, um sich harmonisch in die Adventszeit einzufügen, ohne mit dem Nikolaustag zu kollidieren. Dieser weniger bekannte Feiertag ehrt eine Tradition, die sich über Jahrhunderte erstreckt – eine Praxis, die einst in Kirchen begann, bevor sie Einzug in die Häuser hielt.
Die Wurzeln der Weihnachtskrippe reichen bis ins frühe Christentum zurück. Ursprünglich waren die Darstellungen schlicht: nur das Jesuskind, ein Ochse und ein Esel. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen weitere Figuren hinzu – Maria, Josef, Hirten und die Heiligen Drei Könige bereicherten die Szenen.
Im frühen 17. Jahrhundert verbreitete sich der Brauch von Italien nach Deutschland. Lange Zeit blieben Krippendarstellungen den Kirchen vorbehalten. Das änderte sich im frühen 19. Jahrhundert, als Familien begannen, sie auch zu Hause aufzustellen. Die Massenproduktion im späten 19. Jahrhundert machte sie schließlich für viele Haushalte erschwinglich.
Der Feiertag selbst geht auf Sven Giese zurück, den Begründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt". Der 7. Dezember wurde mit Bedacht ausgewählt: Er liegt zwischen dem Nationalen Weihnachtsbaumtag am 8. Dezember und dem Stechpalmentag am 19. Dezember und bietet so einen Moment, um die Krippe in den Mittelpunkt zu rücken, bevor andere festliche Dekorationen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Heute lenkt der Nationale Krippentag den Blick auf eine Tradition, die sich über Hundert Jahre entwickelt hat. Er dient als besinnliche Erinnerung an die religiösen Wurzeln des Festes, noch bevor die hektischen Vorbereitungen auf Weihnachten beginnen. Das Datum stellt sicher, dass die Krippe im Vorfeld des 25. Dezembers ihren eigenen, würdevollen Platz erhält.






