Nordische Literaturtage 2024: Hamburg wird zum Treffpunkt skandinavischer Stimmen
Georgine MansNordische Literaturtage 2024: Hamburg wird zum Treffpunkt skandinavischer Stimmen
Die Nordischen Literaturtage kehren vom 24. bis 27. November nach Hamburg zurück
In diesem Jahr präsentiert das Festival eine Mischung aus etablierten und aufstrebenden Autor:innen aus der gesamten nordischen Region. Die meisten Lesungen finden in den Originalsprachen statt, begleitet von deutschen Untertiteln für das Publikum.
Eröffnet wird die Veranstaltung mit Linn Ullmann, die ihren autofiktionalen Roman Mädchen, 1983 vorstellt. Später liest Karen Köhler aus der deutschen Übersetzung desselben Werks. Der Auftakt setzt den Ton für ein Programm, das bekannte Namen mit frischen Stimmen verbindet.
Am Dienstag rücken patriarchale Strukturen in den Fokus – eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen. Gleichzeitig treffen sich sechs Schriftsteller:innen aus Schweden und Deutschland an der HfbK Hamburg, um poetische Kartografien ihrer persönlichen Biografien zu erkunden.
Debütant:innen stehen dabei neben erfahrenen Größen: Susanna Hast aus Finnland und Cecilie Lind aus Dänemark geben ihr erstes Gastspiel in Deutschland, während Kathrine Nedrejord, die samischen Wurzeln hat, erstmals beim Festival dabei ist. Etablierte Namen wie Helle Helle, Katja Kettu und Ullmann teilen die Bühne mit den Newcomern.
Eine eigene Sektion widmet sich Island mit Pedro Gunnlaugur Garcia und Berit Glanz und fügt dem vielfältigen Programm eine weitere Facette hinzu. Seit der Gründung 1986 fällt das Festival traditionell mit der jährlichen Buchhändlerkonferenz in Hamburg zusammen und festigt so seinen Platz im literarischen Kalender.
Vier Tage lang bietet das Festival Lesungen, Diskussionen und Debüts in mehreren Sprachen – deutsche Untertitel sorgen für Barrierefreiheit. Die diesjährige Ausgabe führt die Tradition fort, nordische Literatur einem breiten Publikum näherzubringen.