NRW behandelt 3.628 Patienten in forensischer Psychiatrie – Sicherheit und Therapie im Fokus

Ignaz Kreusel
Ignaz Kreusel
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Eine Zeichnung eines mehrfenstrigen Gebäudes mit einem Schornstein, das für ein Psychiatriekrankenhaus in Deutschland gehalten wird, mit Text, der weitere Informationen liefert.Ignaz Kreusel

NRW behandelt 3.628 Patienten in forensischer Psychiatrie – Sicherheit und Therapie im Fokus

Forensische Psychiatrie in Nordrhein-Westfalen: 3.628 Patienten in Behandlung (Stand Januar 2025)

In den forensischen Psychiatrien Nordrhein-Westfalens (NRW) werden aktuell 3.628 Personen untergebracht – Stand Januar 2025. Diese Einrichtungen kombinieren sichere Unterbringung mit therapeutischen Maßnahmen für Straftäter, die an schweren psychischen Erkrankungen leiden oder abhängigkeitskrank sind. Ziel ist es, Rückfälle zu verhindern und die Betroffenen schrittweise auf eine Rückkehr in die Gesellschaft vorzubereiten.

Die 17 forensischen Psychiatrien in NRW sind auf hochsichere Unterbringung ausgelegt. Zu den Sicherheitsvorkehrungen zählen unter anderem Umzäunungen, Schleusensysteme und Videoüberwachung, um Fluchtversuche zu vereiteln. Das Personal ist zudem mit Notfallgeräten ausgestattet, um im Ernstfall sofort reagieren zu können.

Die Behandlungsprogramme sind individuell unterschiedlich, umfassen aber häufig psychotrope Medikamente, Gesprächstherapien und ergotherapeutische Maßnahmen. Auch strukturierte Ausgänge oder beurlaubter Freigang unter Aufsicht können Teil der Wiedereingliederung sein. Nachsorgekliniken begleiten die Patienten auch nach ihrer Entlassung weiter.

Trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen kam es in der Vergangenheit zu Fluchten. So entwich im September 2024 ein Untergebrachter aus einer Einrichtung in Münster, ein weiterer Fall ereignete sich im Juni 2024 in Köln. Wie viele Personen insgesamt betroffen waren und ob sie wieder ergriffen werden konnten, wurde von den Behörden nicht bekannt gegeben.

In Lünen entsteht derzeit eine neue forensische Psychiatrie, die zusätzliche Kapazitäten für Täter schaffen soll, die als zu gefährlich für den normalen Strafvollzug gelten, gleichzeitig aber psychiatrische Behandlung benötigen.

Das System vereint Sicherheit mit Resozialisierung – mit dem Ziel, das Rückfallrisiko zu minimieren und die Untergebrachten auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten. Durch laufende Baumaßnahmen und die Weiterentwicklung therapeutischer Ansätze passt NRW seine forensisch-psychiatrische Versorgung kontinuierlich an. Im Mittelpunkt stehen dabei der Schutz der Öffentlichkeit und die Verhinderung weiterer Straftaten.

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