NRW scheitert 2025 beim Ausbau der erneuerbaren Energien – trotz Klimazielen
Ignaz KreuselVerband kritisiert Stillstand bei Wasserkraftausbau in NRW - NRW scheitert 2025 beim Ausbau der erneuerbaren Energien – trotz Klimazielen
Nordrhein-Westfalen: Kaum Fortschritt bei erneuerbaren Energien 2025 – trotz Klimazielen
Trotz ehrgeiziger Klimavorgaben verzeichnete Nordrhein-Westfalen (NRW) im Jahr 2025 kaum Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere der Wasserkraft. Lediglich ein kleines Kraftwerk nahm im vergangenen Jahr den Betrieb auf – ein deutlicher Kontrast zum Bundestrend. Branchenexperten warnen, dass bürokratische Hürden und politische Entscheidungen die Entwicklung des Sektors ausbremsen.
Bundesweit entstanden zwischen 2021 und 2025 rund 250 Mini-Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils unter 1 Megawatt. Den Höhepunkt gab es 2023 mit etwa 70 Neuanlagen. In NRW jedoch kam der Ausbau fast zum Erliegen: 2025 ging kein einziges konventionelles Wasserkraftwerk ans Netz, und nur eine Minianlage in Düren nahm mit bescheidenen 26 Kilowatt Leistung den Betrieb auf.
Ende 2025 verfügte NRW über 517 Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von knapp 191 Megawatt. Viele dieser Anlagen nutzen bestehende Wehre, wo ihre Installation oft sogar die Ökosysteme der Flüsse verbessert. Doch der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) berichtet, dass neue Projekte zunehmend an unüberwindbaren Verzögerungen scheitern. Genehmigungsverfahren ziehen sich über Jahre hin, während Naturschutzverbände und Behörden Entwicklungen häufig blockieren.
LEE-NRW-Vorsitzender Hans-Josef Vogel kritisierte den Stillstand als wirtschaftlich unsinnig und im Widerspruch zu den Energiezielen des Landes. Er verwies auf potenzielle Standorte an Flüssen wie Lippe, Rur und Werre, wo neue Anlagen gebaut werden könnten. Zudem äußerte der Verband Bedenken gegenüber dem Entwurf der NRW-Wasserstrategie, der eine beschleunigte Beseitigung von Wehren und anderen Querbauwerken vorsieht – was künftige erneuerbare Energienpotenziale weiter schmälern könnte.
Die erneuerbaren Energien in NRW bleiben damit auf dem Stand: 2025 ging nur eine neue Anlage in Betrieb. Die 517 bestehenden Kraftwerke erzeugen zwar weiterhin Strom, doch lange Genehmigungsverfahren und politische Streitigkeiten blockieren weiteres Wachstum. Ohne Kurskorrektur gefährdet diese Entwicklung nicht nur die Erneuerbare-Energien-Ziele, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität der Region.






