NRW-Schulen bleiben wegen extremen Eisglätte-Wetters geschlossen
Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen am Montag wegen Eisglätte geschlossen
Weite Teile Nordrhein-Westfalens blieben am Montag ohne Präsenzunterricht, nachdem eisige Wetterbedingungen über die Region hinwegfegten. Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) ordnete kurzfristig die Umstellung auf Distanzunterricht an und begründete die Entscheidung mit schweren Unwetterwarnungen, die eine spontane Maßnahme erfordert hätten.
Die überraschende Ankündigung sorgte bei vielen Eltern und Lehrkräften für Hektik. Der Landeselternverband der Grundschulen kritisierte die fehlende Vorlaufzeit und betonte, Familien hätten mehr Planungssicherheit gebraucht. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) äußerte Bedenken und verwies auf anhaltende Unterschiede bei der technischen Ausstattung und Unterstützung für den Digitalunterricht.
Die politischen Reaktionen fielen gespalten aus. Während die SPD Fellers Schritt als notwendigen Schutz für die Schülerinnen und Schüler unterstützte, hinterfragte die Partei, ob die Entscheidung nicht früher hätte fallen können, um Chaos zu vermeiden. Die FDP positionierte sich deutlich kritischer: Bundesfinanzminister a. D. Christian Lindner argumentierte, weniger radikale Maßnahmen hätten ausgereicht. Feller verteidigte die Schließungen und betonte, die extremen Wetterbedingungen hätten eine echte Gefahr dargestellt. Die Sicherheit der Kinder stehe an erster Stelle – auch wenn der Zeitdruck für manche eine Belastung darstelle.
Die Schulschließungen bleiben bis zur Besserung der Lage in Kraft. Eltern, Lehrkräfte und politische Vertreter diskutieren weiterhin über das Krisenmanagement. Bis auf Weiteres findet der Unterricht digital statt, während die Region mit den eisigen Bedingungen kämpft.