Rasante Verfolgungsjagd in Kamen endet mit Festnahme nach 120 km/h in der 70er-Zone
Dragan ZimmerRasante Verfolgungsjagd in Kamen endet mit Festnahme nach 120 km/h in der 70er-Zone
Ein 26-jähriger Mann aus Kamen muss sich nach einer rasanten Verfolgungsjagd in den frühen Morgenstunden des Sonntags vor schweren Vorwürfen verantworten. Die Polizei wurde auf seinen blauen Ford Focus aufmerksam, als dieser ohne Licht auf der Lanstroper Straße unterwegs war. Die anschließende Verfolgung endete mit seiner Festnahme auf der Ronnstraße.
Beamte der Bereitschaftspolizei bemerkten den herannahenden Ford Focus zunächst ohne eingeschaltete Beleuchtung. Als sie den Fahrer zum Anhalten aufforderten, hielt dieser zwar kurz an, beschleunigte dann jedoch plötzlich und flüchtete. Später stellte sich heraus, dass die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen zu einem Nissan gehörten, während die Originalnummernschilder im Kofferraum versteckt waren.
Die Verfolgungsjagd setzte sich fort, als der Mann in einer 70er-Zone mit bis zu 120 km/h durch den dichten Verkehr schlängelte. An der Kreuzung Dortmunder Straße und Kupferstraße missachtete er eine rote Ampel und entging nur knapp einem Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug. Die Flucht führte weiter über die Friedrichshagenstraße, die Autobahn A2 und die B236n in Richtung Lünen.
An der Viktoriastraße und der Konrad-Adenauer-Straße fuhr der Mann sogar auf den Gehweg, um zu entkommen. Schließlich konnten die Beamten ihn auf der Ronnstraße stellen, nachdem er das Fahrzeug verlassen hatte. Die Ermittlungen ergaben, dass er keinen gültigen Führerschein besaß und angeblich an einem illegalen Straßenrennen beteiligt gewesen sein soll.
Dem Mann drohen nun mehrere Strafverfahren, darunter Fahren ohne Führerschein, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und Flucht vor der Polizei. Zudem steht der Ford Focus im Zusammenhang mit einem separaten Ermittlungsverfahren wegen nicht genehmigter Fahrzeugumbauten.






