27 December 2025, 03:37

Revolutionäre CO₂-Recycling-Anlage im Ruhrgebiet produziert klimaneutrale Kraftstoffe

Ein Prospekt mit einem Firmenlogo und einem Bild einer Tasse.

Revolutionäre CO₂-Recycling-Anlage im Ruhrgebiet produziert klimaneutrale Kraftstoffe

Neue Anlage zur Reduzierung von CO₂-Emissionen im Ruhrgebiet eröffnet

Am 20. November 2025 hat die Greenlyte Carbon Technologies GmbH in der Ruhrregion ihr Werk LiquidSolar SNG in Betrieb genommen. Bei der Eröffnungsfeier in Essen war auch Oberbürgermeister Thomas Kufen anwesend. Die Anlage soll aus abgetrenntem CO₂ und grünem Wasserstoff klimafreundliche Kraftstoffe für Verkehr und Industrie herstellen.

Das Werk befindet sich am Zentrum für Brennstoffzellentechnik (ZBT) der Universität Duisburg-Essen in Duisburg. Die dort eingesetzte Technologie, die in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen entwickelt wurde, filtert Kohlendioxid direkt aus der Luft und erzeugt gleichzeitig Wasserstoff – beides in einem einzigen Verfahren. Aus diesen beiden Komponenten werden anschließend synthetische Kraftstoffe hergestellt, die vor allem in der Luftfahrt, Schifffahrt und Schwerindustrie zum Einsatz kommen sollen.

Oberbürgermeister Kufen betonte in seiner Rede, das Projekt sei ein zentraler Baustein für die Energiewende in Essen. Zudem verwies er darauf, dass Greenlyte Teil seines Wasserstoff- und Energiebeirats ist. Die Finanzierung der Anlage erfolgte durch das Land Nordrhein-Westfalen, die Europäische Union sowie private Investoren, darunter Earlybird, die Green Generation Management GmbH und die Carbon Removal Partners AG. Zu den Forschungspartnern zählen das Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion, Evonik Industries AG und der Flughafen Düsseldorf. Die Zusammenarbeit unterstreicht die Bedeutung des Werks sowohl für regionale Innovationen als auch für übergeordnete Klimaziele.

Die LiquidSolar-SNG-Anlage gilt nun als eines der Schlüsselfprojekte der Region für die Produktion nachhaltiger Kraftstoffe. Die dort hergestellten synthetischen Treibstoffe könnten helfen, die Emissionen in Bereichen zu senken, in denen eine Elektrifizierung nur schwer umsetzbar ist. Die Inbetriebnahme des Werks markiert einen wichtigen Schritt zur Verknüpfung von CO₂-Abscheidung und erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen.