15 April 2026, 10:29

Ruhrgebiet startet Millionenförderung für klimaresiliente Stadtteile in Essen

Eine Miniaturstadtmodell in einer Pfütze umgeben von Gebäuden, Bäumen, Pflanzen und einer Hintergrundwand.

Ruhrgebiet startet Millionenförderung für klimaresiliente Stadtteile in Essen

Förderprogramm KRIS unterstützt Städte im Ruhrgebiet bei der Klimawandel-Anpassung

Alle 53 Kommunen im Regionalverband Ruhr (RVR) können nun Fördergelder beantragen, um ihre städtischen Räume widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Im Mittelpunkt der Initiative stehen die Reduzierung versiegelter Flächen und die Verbesserung des Wassermanagements in besonders gefährdeten Stadtteilen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass jede Stadt zunächst Klimaanpassungszonen innerhalb ihres Gebiets ausweist. Essen hat bereits drei Gebiete ausgewählt: Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein. Diese Zonen wurden priorisiert, weil sie stärker von Klimafolgen betroffen sind und besonders von gezielten wasserbasierten Lösungen profitieren könnten.

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Die Stadt hat detaillierte Pläne für jede Zone bei der Projektträger Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung eingereicht. Mit einer Bewilligung der Fördermittel für Essen wird im ersten Halbjahr 2026 gerechnet. Sobald die Mittel freigegeben sind, können Grundstückseigentümer:innen in diesen Gebieten finanzielle Unterstützung beantragen.

Bis 2030 soll das Programm in den ausgewiesenen Zonen 25 Prozent der versiegelten Flächen vom Mischwasserkanal trennen. Zudem strebt es eine Steigerung der Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte an. Bis zu ein Viertel der bisher an die Kanalisation angeschlossenen Flächen könnte aus dem Entwässerungssystem genommen werden – eine Entlastung für die überlastete Infrastruktur.

Das KRIS-Programm wird dazu beitragen, Essens ausgewählte Stadtteile klimaresistenter zu gestalten. Die formelle Bewilligung der Mittel steht für Mitte 2026 an, danach können Eigentümer:innen Förderanträge stellen. Bei Erfolg werden die Maßnahmen langfristig das Hochwasserrisiko verringern und die Bewältigung von Starkregen in der Stadt verbessern.

Quelle