RWE baut riesige Solarparks auf rekultivierten Tagebauflächen in Garzweiler
Gordon AdlerRWE baut riesige Solarparks auf rekultivierten Tagebauflächen in Garzweiler
RWE hat Pläne für den Bau neuer Solarparks im ehemaligen Tagebaugebiet Garzweiler vorgestellt. Die Anlagen sollen eine kombinierte Leistung von 86,5 Megawatt erreichen. Das Unternehmen strebt an, sie noch vor Jahresende in Betrieb zu nehmen.
Die Solaranlagen entstehen auf rekultivierten Flächen östlich und westlich der Autobahn A44n, zwischen Bedburg und Jüchen. Für den Netzanschluss nutzen sie die bestehende Infrastruktur des Tagebaus Garzweiler. Dies ist Teil von RWEs übergeordnetem Ziel, in der Region mindestens 500 Megawatt neue Solar- und Windkraftkapazitäten aufzubauen.
In der Nähe wird zudem eine Pilotanlage für Agri-Photovoltaik getestet, ein System, das Landwirtschaft mit Solarstromerzeugung verbindet. RWE betreibt bereits sieben Solarparks in der Region, von denen vier über Batteriespeicher verfügen. Bei künftigen Projekten will das Unternehmen vorrangig Standorte entlang von Autobahnen erschließen, da dort die Genehmigungsverfahren schneller ablaufen und die öffentliche Akzeptanz höher ist.
Unterdessen hat eine aktuelle regulatorische Entscheidung klargestellt, dass Netzbetreiber Kunden nicht über den Voll-Einspeisebonus für Solarstrom informieren müssen. Die Regelung stützt sich auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2023.
Die neuen Solarparks stärken RWEs Präsenz im Bereich erneuerbarer Energien in der Region. Die Projekte unterstützen das Unternehmensziel, die Kapazitäten für saubere Energie weiter auszubauen. Bau und Netzanschluss sollen zügig vorankommen.
