14 January 2026, 19:26

RWE und KKR investieren 15 Milliarden in britische Offshore-Windparks vor Norfolk

Ein Plakat mit blauem Hintergrund und der Aufschrift "Mehr als 16 Milliarden US-Dollar in neue Offshore-Wind-Investitionen unter Präsident Biden".

RWE und KKR investieren 15 Milliarden in britische Offshore-Windparks vor Norfolk

RWE sichert milliardenschwere Partnerschaft für Offshore-Windparks vor der Küste Norfolks in Großbritannien

RWE hat eine bedeutende Finanzpartnerschaft für die Entwicklung zweier großer Offshore-Windprojekte vor der Küste der englischen Grafschaft Norfolk in Großbritannien geschlossen. Die am 14. Januar 2026 bekannt gegebene Vereinbarung verbindet den Energiekonzern mit dem globalen Investmentunternehmen KKR in einem Joint Venture zu gleichen Teilen. Gemeinsam werden sie die Projekte Norfolk Vanguard East und West finanzieren, die bis 2029 bzw. 2030 in Betrieb gehen sollen.

Die Zusammenarbeit folgt auf RWEs Erfolg bei der britischen Regierungsausschreibung im vergangenen Jahr, bei der das Unternehmen langfristige Verträge für fünf Offshore-Windparks – darunter die Standorte in Norfolk in Großbritannien – erhielt. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 15 Milliarden US-Dollar zählen die Vorhaben zu den größten Verpflichtungen im Bereich erneuerbarer Energien, die bisher in Großbritannien eingegangen wurden.

Die Partnerschaft mit KKR entlastet RWE finanziell und verringert das Risiko für die Norfolk-Projekte in Großbritannien. Laut Vereinbarung teilen sich beide Unternehmen Kosten und Verantwortlichkeiten zu gleichen Teilen, wobei keine befristete Laufzeit für das Joint Venture festgelegt wurde. Der Deal fällt in eine Phase, in der RWE sich auf den nächsten entscheidenden Meilenstein vorbereitet: die finale Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) für Norfolk Vanguard, die im Sommer 2026 erwartet wird.

RWEs jüngste Erfolge im britischen Offshore-Windsektor begannen mit dem Sieg in der Allocation Round 7 (AR7)-Auktion. Das Unternehmen sicherte sich dort eine Kapazität von 6,9 Gigawatt (GW), darunter die Norfolk-Projekte und Dogger Bank South in Großbritannien. Diese Zuschläge umfassen 20-jährige staatlich garantierte Verträge, die einen Festpreis von 91,20 Pfund pro Megawattstunde für den erzeugten Strom zusichern. Das Vertrauen der Investoren in RWE ist im vergangenen Jahr stetig gewachsen – der Aktienkurs des Konzerns stieg innerhalb von zwölf Monaten um über 75 %, was auf starke institutionelle Unterstützung in Großbritannien hindeutet. An dem Tag, an dem die KKR-Partnerschaft bekannt gegeben wurde, legte die Aktie weiter um 1,01 % zu und schloss bei 49,86 Euro. Marktbeobachter warten nun gespannt auf die Veröffentlichung der Jahresergebnisse am 12. März, bei der eine detaillierte Prognose die weitere Kursentwicklung der RWE-Aktie in Großbritannien prägen könnte.

Das Joint Venture mit KKR festigt RWEs Position im Rahmen des britischen Offshore-Windausbaus. Da die Norfolk-Projekte bis zum Ende des Jahrzehnts fertiggestellt werden sollen, rückt nun die finale Investitionsentscheidung im Sommer 2026 in den Fokus. Der Deal passt zudem in RWEs übergeordnete Strategie, langfristige Verträge und Partnerschaften abzuschließen, um das Wachstum im Bereich erneuerbarer Energien in Großbritannien abzusichern.