Schüler in Bad Driburg durch Druckluftpistole leicht verletzt – Polizei ermittelt
Dragan ZimmerSchüler in Bad Driburg durch Druckluftpistole leicht verletzt – Polizei ermittelt
In Bad Driburg hat ein Schüler leichte Verletzungen erlitten, nachdem eine Druckluftpistole versehentlich losgegangen war. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, dem 27. Januar 2026, außerhalb des Schulgeländes. Zwei Tage später wurde die Polizei informiert, die seitdem ermittelt.
Die Waffe war von einem Mitschüler mitgebracht worden, der sie dem verletzten Schüler zeigen wollte. Nach dem Schuss beschlagnahmten die Behörden die Pistole und prüften, ob gegen Waffenrecht verstoßen wurde. Der Verdächtige, ein Minderjähriger, bleibt aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz in Nordrhein-Westfalen namentlich ungenannt.
Die Ermittler arbeiten weiterhin daran, die genauen Umstände des Schusses zu klären. Der Fall reiht sich in frühere Vorfälle in Deutschland ein, bei denen realistisch aussehende Attrappenwaffen für erhebliche Störungen sorgten. So führte ein Zwischenfall im Jahr 2023 an der Konrad-Groß-Schule in Nürnberg zu einem Großeinsatz der Polizei, einer Festnahme und Schulschließungen. Ähnliche Fälle in öffentlichen Räumen wie Einkaufszentren endeten mit Beschlagnahmungen, Bußgeldern und einer verschärften Durchsetzung der Waffengesetze.
In Deutschland unterliegen Nachbildungen von Schusswaffen strengen Regelungen. Nur schwache Soft-Air-Modelle mit einer Energie von unter 0,08 Joule sind von der Erlaubnispflicht ausgenommen. Für Minderjährige gelten zusätzlich verschärfte Auflagen, und bei einigen Veranstaltungen sind solche Gegenstände mittlerweile komplett verboten, um Unfälle zu vermeiden.
Die Ermittlungen laufen noch, während die Polizei mögliche Rechtsverstöße prüft. Der verletzte Schüler wurde wegen leichter Verletzungen behandelt, die beschlagnahmte Pistole bleibt vorerst in behördlicher Verwahrung. Die Behörden beobachten weiterhin den Umgang mit Attrappenwaffen in der Öffentlichkeit, um weitere Vorfälle zu verhindern.