26 April 2026, 14:37

Strabag wächst mit Rekordzahlen und plant Übernahme im Krankenhausmanagement

Ein detaillierter architektonischerBlueprint einer Eisenbahnbrücke, der etikettierte konstruktive Komponenten wie Trägern und Balken auf Papier zeigt.

Strabag wächst mit Rekordzahlen und plant Übernahme im Krankenhausmanagement

Strabag, Europas führendes Bauunternehmen, verzeichnet starkes Wachstum im ersten Halbjahr 2025. Die Firma meldet einen Umsatzanstieg um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 58 Prozent in die Höhe schnellte. Parallel zum finanziellen Erfolg führt der Konzern derzeit Verhandlungen über die Übernahme von Vamed-KMB, einem bedeutenden Anbieter im Krankenhausmanagement und in der Infrastrukturbewirtschaftung.

Im ersten Halbjahr 2025 kletterte der Auftragsbestand von Strabag auf 28,4 Milliarden Euro – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das EBIT stieg deutlich auf 129,4 Millionen Euro, was die anhaltend starke Nachfrage in den Kernmärkten widerspiegelt. Vorstandsvorsitzender Stefan Kratochwill betonte die zentrale Bedeutung von Infrastruktur als "Lebensader" moderner Volkswirtschaften und als entscheidenden Wachstumsmotor.

Ein jüngstes ingenieurtechnisches Meisterstück des Unternehmens war die Verschiebung der 40.000 Tonnen schweren A45-Talbrücke in Rinsdorf um 20 Meter. Das 485,5 Meter lange Brückensegment – inklusive Pfeiler und Fundamente – blieb während des Manövers vollständig intakt. Kratochwill warnte zudem davor, dass vernachlässigte Straßeninstandhaltung langfristig zu deutlich höheren Kosten führe.

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Neben dem Kerngeschäft investiert Strabag jährlich über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Mit einem Marktanteil von fünf Prozent in Österreich und zwei Prozent in Deutschland ist das Unternehmen in beiden Ländern der größte Bauspieler. Die Strategie der geografischen Diversifizierung, intern als "Tausendfüßler-Prinzip" bezeichnet, hilft, politische und wirtschaftliche Risiken zu streuen.

Aktuell verhandelt Strabag die Übernahme von Vamed-KMB, das unter anderem den technischen Betrieb des Wiener Allgemeinen Krankenhauses (AKH) sowie zugehörige Bauprojekte steuert. Der Deal würde die Position des Konzerns im Bereich Gesundheitsinfrastruktur deutlich ausbauen.

Die starken Finanzkennzahlen und strategischen Übernahmen unterstreichen Strabags wachsenden Einfluss in der Bau- und Infrastrukturbranche. Angesichts der geplanten österreichischen Investitionen von 9,9 Milliarden Euro in Bundesinfrastruktur 2025 – etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung – ist das Unternehmen ideal für weitere Expansion aufgestellt. Die mögliche Übernahme von Vamed-KMB würde seine Rolle im Krankenhausmanagement und Spezialbau zusätzlich festigen.

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