27 April 2026, 08:31

Strukturwandel im Braunkohlerevier stockt: Milliarden bleiben ungenutzt bis 2026

Ein detailliertes historisches Plakat der ersten Grafschaft Tirol-Karte, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt und von erklärendem Text begleitet wird.

Strukturwandel im Braunkohlerevier stockt: Milliarden bleiben ungenutzt bis 2026

Das rheinische Braunkohlerevier soll bis 2038 insgesamt 14,8 Milliarden Euro für seinen Wandel zu einer zukunftsorientierten Region erhalten. Doch der Fortschritt stockt: Von den für die erste Phase (2020–2026) vorgesehenen 2,035 Milliarden Euro wurden bisher nur 422 Millionen bewilligt. Zunehmend sorgen sich Beobachter über Verzögerungen und bürokratische Hürden, die den Erfolg des Vorhabens gefährden könnten.

Die Mittel sind auf drei Zeiträume verteilt: 2020–2026, 2027–2032 und 2033–2038. Von den insgesamt 14,8 Milliarden stammen 9,62 Milliarden direkt vom Bund, der Rest fließt über das Land Nordrhein-Westfalen (NRW). Trotz der bereitstehenden Gelder stellt die SPD infrage, ob die verbleibenden Mittel für die erste Phase noch vor dem Stichtag 2026 freigegeben werden.

Lokale Verantwortungsträger melden zusätzliche Probleme. Bürgermeister aus Elsdorf, Bedburg und Jüchen warnen, dass Personalmangel in ihren Kommunen die Beantragung von Fördergeldern oder die Einreichung von Projektvorschlägen erschwere. Andere Gemeinden kritisieren unterdessen, was sie als willkürliche Entscheidungen und mangelnde Transparenz bei der Mittelvergabe bezeichnen.

Als Reaktion hat die Landesregierung Maßnahmen ergriffen, um die Ausgaben zu beschleunigen – darunter die nachträgliche Anerkennung erbrachter Leistungen und regelmäßige Räumungsgespräche. Die SPD drängt zudem auf eine regionale Vertretung in der Staatskanzlei, die dabei helfen soll, klarere Prioritäten für den Strukturwandel zu setzen.

Mit weniger als einer halben Milliarde Euro, die in der ersten Förderphase ausgegeben wurden, steht das Projekt vor Herausforderungen, seine Ziele bis 2038 zu erreichen. Die Bemühungen des Landes, Prozesse zu straffen, und der SPD-Vorschlag für eine bessere Koordinierung zielen darauf ab, die Verzögerungen zu überwinden. Ob diese Schritte ausreichen, um die restlichen Gelder zu mobilisieren, bleibt jedoch ungewiss.

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