Wie Duisburg mit Stolpersteinen an NS-Opfer erinnert – ein Vortrag über Erinnerungskultur
Ignaz KreuselWie Duisburg mit Stolpersteinen an NS-Opfer erinnert – ein Vortrag über Erinnerungskultur
Öffentlicher Vortrag zum Stolpersteine-Projekt in Duisburg am 10. November 2022
Am 10. November 2022 findet in Duisburg ein öffentlicher Vortrag über das Stolpersteine-Gedenkprojekt statt. Die Historikerin Dr. Marina Sassenberg untersucht darin, wie diese kleinen Messingtafeln – eingelassen in Gehwege der Stadt – an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und die moderne Erinnerungskultur prägen.
Die Veranstaltung unter dem Titel "Stolpersteine im Pflaster" beginnt um 20:00 Uhr in der Volkshochschule im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26. Der Eintritt beträgt fünf Euro, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Für weitere Informationen kann die VHS direkt unter +49 203 283-984617 kontaktiert werden.
Die Initiative Stolpersteine, ins Leben gerufen vom Künstler Gunter Demnig, hat allein in Duisburg über 300 dieser Gedenktafeln verlegt. Jede von ihnen markiert einen Ort, an dem ein Opfer der NS-Verfolgung einst lebte oder arbeitete. In ihrem Vortrag wird Sassenberg die Rolle des Projekts für die demokratische Erinnerungskultur bewerten – sowohl als öffentliches Mahnmal als auch als Bildungsinstrument.
Die Diskussion widmet sich zudem der Frage, wie solche dezentralen Denkmäler das kollektive Gedenken beeinflussen. Indem die Stolpersteine Geschichte in den Alltagsraum einbetten, fordern sie Passanten auf, sich mit der Vergangenheit direkt in ihrem eigenen Umfeld auseinanderzusetzen.
Der Vortrag bietet die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie kleinteilige Gedenkformen wie die Stolpersteine individuelle Schicksale der Verfolgung bewahren. Da die Plätze begrenzt sind und eine Anmeldung Pflicht ist, raten die Veranstalter zu einer frühzeitigen Reservierung. Die Veranstaltung unterstreicht das anhaltende Engagement Duisburgs, die eigene Geschichte durch öffentlichen Dialog wachzuhalten.






