01 May 2026, 08:37

Willich plant Gebührenerhöhung für Kitas – Eltern protestieren gegen Ungerechtigkeit

Ein Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien hunderte Dollar monatlich kosten können.

Willich plant Gebührenerhöhung für Kitas – Eltern protestieren gegen Ungerechtigkeit

Willich prüft Gebühren für Kinderbetreuung – Eltern protestieren gegen geplante Erhöhungen

Angesichts wachsender finanzieller Belastungen überarbeitet Willich seine Gebühren für die Kinderbetreuung. Die Stadt plant, Geschwisterrabatte anzupassen und Gebührensteigerungen zu begrenzen – doch die Pläne stoßen bei Eltern auf scharfe Kritik. Zwar betonen die Verantwortlichen, dass noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien, doch die Debatte hat bereits heftigen Widerstand ausgelöst.

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Auslöser war ein Auftrag des Haupt- und Finanzausschusses an die Verwaltung, die Regeln für Elternbeiträge bis zum 28. April zu überarbeiten. Bürgermeister Christian Pakusch (parteilos) stellte klar, dass es darum gehe, Geschwisterermäßigungen anzupassen – nicht abzuschaffen – und Gebührenanstiege auf drei Prozent zu begrenzen. Durch diese Änderungen könnten rund 600.000 Euro zusätzlich eingenommen werden: 500.000 Euro durch reduzierte Geschwisterfreibeträge und 100.000 Euro durch die Deckelung der Gebühren.

Die Willicherin Marlene Mendes, die im Stadtteil Anrath lebt, kritisiert die Pläne scharf und bezeichnet die geplanten Erhöhungen als ungerecht. Auch der Jugendhilfeausschuss der Elternvertreter (JAEB) lehnt die Maßnahmen ab und wendet sich gegen Geschwistergebühren sowie höhere Kosten für Familien.

In Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen werden bereits durchgehend 50 Prozent der regulären Gebühren für Geschwisterkinder erhoben. Unterdessen hat die SPD-Fraktion alternative Einsparvorschläge in Höhe von 115.000 Euro für 2026 vorgelegt und fordert die Stadt auf, Eltern und Kinder nicht zusätzlich zu belasten. Pakusch betonte, dass alle Empfehlungen noch von den gewählten Gremien beraten und beschlossen werden müssten.

Die Diskussion um die Finanzierung der Kinderbetreuung in Willich zieht sich bereits seit Monaten hin – ohne dass eine Lösung in Sicht ist. Angesichts knapper Haushalte sucht die Stadt nach Wegen, Ausgaben zu senken und Einnahmen zu steigern. Die vorgeschlagenen Änderungen könnten zwar 600.000 Euro bringen, doch Elternverbände und Interessensgruppen leisten Widerstand. Nun muss der Stadtrat die Vorschläge der Verwaltung prüfen, bevor eine endgültige Entscheidung fällt. Bis dahin bleibt die aktuelle Gebührenstruktur bestehen.

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