01 May 2026, 04:34

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch Streit um Kita-Gebühren bleibt

Tortendiagramm, das den Haushalt von Kalifornien 2022-2023 nach Einkommen, Ausgaben und anderen finanziellen Verpflichtungen aufschlüsselt, wobei die Abschnittsgrößen proportional zu den Finanzierungsbeträgen sind.

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch Streit um Kita-Gebühren bleibt

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen stimmten für eine zügige Abstimmung. Die Entscheidung fiel nach hitzigen Debatten über Kita-Gebühren, Wohnungspolitik und Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr. Zwar wurde der Haushalt einstimmig angenommen, doch blieben die Meinungsverschiedenheiten über zentrale Sozialmaßnahmen bestehen.

Die Haushaltsberatungen verliefen zügig, da sich jede Fraktion auf fünfminütige Wortbeiträge beschränkte. Trotz der effizienten Abwicklung kam es zu Spannungen bei den geplanten Änderungen der Kinderbetreuungskosten. Eltern in Willich hatten bereits Kritik an den Plänen geübt, die Gebühren zu erhöhen und eine stärkere jährliche Anpassung einzuführen. Der Jugendhilfeausschuss lehnte schließlich sowohl die Geschwisterkind-Regelung als auch die höhere Kostenanpassung ab und beließ es beim Status quo.

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Die SPD unterstützte zwar den Haushalt, betonte jedoch die Notwendigkeit einer Konsolidierung ohne zusätzliche finanzielle Belastung für Familien. Sie schlug konkrete Kürzungen bei nicht essenziellen Ausgaben vor und begrüßte die "Bauturbo"-Initiative für bezahlbaren Wohnraum. Die Streichung des Zuschusses für das Deutschlandticket für berechtigte Studierende lehnte sie jedoch ab und bezeichnete dies als Rückschritt.

Auch die Fraktion der Grünen stimmte dem Haushalt zu, warnte jedoch vor der sich verschärfenden Haushaltslage der Stadt. Sie drängte auf sofortige Maßnahmen, um die langfristige Stabilität zu sichern. Unterdessen beschloss der Rat mit Mehrheit, die jährliche Anpassung der Kita-Gebühren von zwei auf drei Prozent zu erhöhen und diese Regelung dauerhaft festzuschreiben.

Der Haushalt tritt nach der einstimmigen Verabschiedung im Juli rechtlich in Kraft. Der Haushalt 2026 ist damit beschlossen, doch die Diskussionen über Kita-Gebühren und Sozialpolitik bleiben ungelöst. Familien müssen mit höheren Betreuungskosten rechnen, während Zuschüsse für Wohnen und Verkehr weiterhin umstritten sind. Die nächsten Schritte des Rates werden zeigen, wie die Stadt mit diesen finanziellen Herausforderungen im kommenden Jahr umgeht.

Quelle